Eine Disziplin des Dienstsports - das Lauftraining

Eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit ist auch Voraussetzung für ein effektives Einsatztraining und damit eine gute  Grundlage zum Schutz des Individuums bei brisanten, und gefährdenden Einsätzen.

Die körperliche Leistungsfähigkeit ist neben der fachlichen Aus- und Fortbildung und dem polizeilichen Einsatztraining eine Schlüsselqualifikation für die Funktionsfähigkeit der Polizei und gehört zum Berufsbild. Sie ist eine Voraussetzung, um die Bürger zu schützen und sich selbst zu sichern.
Sport und Bewegung leisten einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit der Polizei und werden daher vom Dienstherrn im Wissen um die herausgehobene Bedeutung der körperlichen Leistungsfähigkeit für den Polizeivollzugsdienst gefordert und gefördert.

Die Bürger erwarten eine leistungsstarke Polizei. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit der Polizeivollzugsbeamten fördert das Sicherheitsgefühl und schafft Vertrauen.

Die Ausgestaltung des Dienstsports obliegt dem Bund und den einzelnen Ländern.

Gesundheits- und Präventionssport (GPS)

Die Belastungen des Wechselschichtdienstes, die besonderen Einsatzlagen sowie die hohen physischen und psychischen Belastungen prägen den Polizeivollzugsdienst. Polizeivollzugsbeamtinnen und –beamte müssen aus diesem Grunde neben den intellektuellen Fähigkeiten über eine besondere körperliche Leistungsfähigkeit verfügen.

Der Gesundheits- und Präventionssport ist in besonderem Maße geeignet, die Einsatzfähigkeit im Polizeivollzugsdienst wiederzuerlangen, zu erhalten und zu steigern, weil er auf individuelle Voraussetzungen eingeht und auf Belastungsspitzen an der körperlichen Leistungsgrenze verzichtet. Die Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten sollen Einsichten in die Notwendigkeit regelmäßiger sportlicher Betätigung außerhalb und innerhalb des Dienstes sowie für eine gesunde Lebensführung vertiefen. Sie sollen gezieltes eigenverantwortliches Training zum Erhalt der körperlichen Fitness und der Gesundheit durchführen können.

Der GPS umfasst neben der theoretischen Wissensvermittlung über Trainingslehre und gesunde Lebensführung auch die praktische Umsetzung der individuellen Trainingsprogramme.  

Die wesentlichen Inhalte sind:

  • Aufklärung über gesundheitliche Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Stress, Rauchen und Fehlernährung und daraus resultierende Folgen des metabolischen Syndroms wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörung sowie Auswirkungen auf den Stütz- und Bewegungsapparat

  • Informationen über einen gesunden Lebensstil und gesunde Ernährung.

  • Individuelles Training der motorischen Grundeigenschaften Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination wie

    • Herz-Kreislauftraining, wie Nordic-Walking, Laufen, Fahrradfahren, Schwimmen, Aquafitness, Ergometertraining

    • gesundheitsorientiertes Krafttraining mit und ohne Gerät

    • Beweglichkeits- und Koordinationstraining wie funktionelle Gymnastik

  • Rückentraining

  • Stressbewältigungs- und Entspannungstraining

 


 

Der Gesundheits- und Präventionssport ist Bestandteil des Polizeisportes und findet seine Begründung in den besonderen Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes. Er hat gemeinsame Teilmengen mit dem behördlichen Gesundheitsmanagement. Hierdurch ergeben sich Synergien, die genutzt werden sollten.