Auf der Innenministerkonferenz (IMK) des Jahres 2011 wurden die nachfolgend aufgeführten Grundpositionen des DPSK beschlossen.

Der ehemalige Vorsitzende des DPSK Johann Peter Holzner (2011-2012, Bayern) hat den "Hintergrund und die Entstehungsgeschichte" der Grundpositionen erläutert.

Grundpositionen zum Sport in der Polizei


  1. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist eine Schlüsselqualifikation für die Funktionsfähigkeit der Polizei und gehört zum Berufsbild. Sie ist eine Voraussetzung, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und sich selbst zu sichern.
  2. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht eine leistungsstarke Polizei. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit der Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten fördert das Sicherheitsgefühl und schafft Vertrauen.
  3. Der Dienstherr fordert und fördert den Sport in der Polizei im Wissen um die herausgehobene Bedeutung der körperlichen Leistungsfähigkeit für den Polizeivollzugsdienst.
  4. Jede Polizeivollzugsbeamtin und jeder Polizeivollzugsbeamte hat auch einen eigenen Beitrag für die persönliche körperliche Fitness zu leisten.
  5. Vorgesetzte stehen in der Verantwortung, den Sport im Polizeivollzugsdienst als Mittel zum Erhalt der körperlichen Fitness zu fördern. Bei der Teilnahme am Dienstsport sind sie Vorbild.
  6. Sport erhält und steigert die körperliche Leistungsfähigkeit. Im Dienstsport ist dafür ein wirksames Sportangebot zu offerieren und unter qualifizierter Aufsicht durchzuführen. Darüber hinaus soll der Dienstsport zu einem regelmäßigen Training in der Freizeit motivieren.
  7. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist berufsrelevant. Zur sportlichen Befähigung und zu sportlichen Aktivitäten sollte in der dienstlichen Beurteilung grundsätzlich Stellung genommen werden.
  8. Der Gesundheits- und Präventionssport wird dem Umstand gerecht, dass der Polizeiberuf besonders belastend ist und daher Maßnahmen zur Gesunderhaltung notwendig sind. Er vermittelt Motivation zu einem regelmäßigen Training und einer bewussten Lebensführung.
  9. Der Wettkampfsport ist ein wichtiger Teil des Sports in der Polizei. Er ist Ausdruck der Leistungsorientierung der Polizei und hat Vorbild- und Motivationsfunktion. Der sportliche Leistungsvergleich gehört national wie international zum Selbstverständnis der Polizeien und hat Tradition.
  10. Das Deutsche Polizeisportkuratorium begrüßt Konzepte zur Förderung des Spitzensports, mit denen die Länder und der Bund durch eine berufliche Perspektive für Spitzensportlerinnen und -sportler eine Grundlage für sportliche Höchstleistungen schaffen.

Dieser Aufstellung sind ausführliche Erläuterungen zu den Grundpositionen beigefügt.