von Daniel Fischhold, beauftragter mit fachwartähnlicher Tätigkeit für Padel im DPSK
Vom 15. bis 18. September 2026 trafen sich zehn Polizei-Nationalmannschaften in Monaco zur ersten Austragung des USPE Padel Cups. Für Deutschland gingen als Athleten Jan Kischka und Ralf Sillus von der Polizei Hessen an den Start. Mit dabei als Trainer war Daniel Fischhold (Bund) und als Delegierter Andreas Sarter (PP RLP). Das Team erreichte das Halbfinale und belegte am Ende einen guten vierten Platz.
Austragungsort des Turniers am 17. September war die Anlage Tennis Padel Soleil in Beausoleil, unmittelbar an der Grenze zu Monaco. Gastgeber war die ASSP Monaco, die bereits 2017 und 2018 internationale Polizeiturniere im Padel organisiert hatte. Mit dem ersten USPE Cup erhielt die Sportart nun einen offiziellen europäischen Wettbewerb im Polizeisport.
Padel als neue Sparte im Polizeisport
Padel verbindet Elemente aus Tennis und Squash. Gespielt wird überwiegend im Doppel auf einem kleineren Spielfeld, das von Glas- und Gitterwänden umgeben ist. Nach dem Bodenkontakt können die Wände in den Ballwechsel einbezogen werden. Die festen Schläger bestehen aus mehreren festen Schichten. Dadurch entsteht ein schnelles Spiel, bei dem neben Technik und Reaktionsfähigkeit insbesondere die Abstimmung mit dem Partner zählt. Der vergleichsweise einfache Einstieg macht Padel auch für Kolleginnen und Kollegen interessant, die bisher wenig Erfahrung mit Rückschlagsportarten haben. Auch deshalb fand die Sportart nun auch endlich im DPSK halt.
Tag 1
Am 15. September reiste die deutsche Delegation mit dem Fahrzeug über Konstanz nach Monaco. Die Fahrt dauerte insgesamt rund 13 Stunden. Neben den beiden Athleten Ralf Sillus und Jan Kischka gehörten Daniel Fischhold als Trainer und beauftragter Fachwart sowie Andreas Sarter als Delegierter zum Team. Herr Sarter ist Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Rheinpfalz und Vorsitzender des DPSK. Beim gemeinsamen Abendessen bot sich die erste Gelegenheit, die Teilnehmenden der anderen Nationen kennenzulernen.
Tag 2
Die offizielle Eröffnung fand am 16. September im Freilichttheater Fort Antoine statt. Der Einzug der Delegationen und die Begrüßung durch Fürst Albert II. von Monaco bildeten den feierlichen Auftakt. Für die deutsche Delegation war die persönliche Begegnung mit dem Fürsten ein besonderer Moment, der auch auf einem gemeinsamen Foto festgehalten wurde.
Tag 3 – Deutschland erreicht das Halbfinale
Am 17. September stand der sportliche Wettbewerb auf den überdachten Courts von Tennis Padel Soleil im Mittelpunkt. Kischka und Sillus gewannen ihre Begegnungen gegen Italien, Luxemburg und Griechenland. Mit diesen Erfolgen spielte sich die deutsche Mannschaft bis ins Halbfinale und hielt die Chance auf einen Podestplatz offen.
Im Halbfinale traf Deutschland auf Gastgeber Monaco. Die deutsche Mannschaft unterlag knapp und verpasste damit den Einzug ins Finale. Auch im anschließenden Spiel um Platz drei setzte sich mit Belgien der Gegner durch. Für Kischka und Sillus blieb damit Rang vier unter zehn Nationen. Die Siege und die knappe Halbfinalniederlage gegen den späteren Turniersieger zeigten, dass die deutsche Mannschaft bei der Premiere international mithalten konnte.
Die Platzierungen im Überblick
Den ersten USPE Padel Cup gewann Monaco vor Schweden und Belgien. Deutschland folgte auf dem vierten Platz. Die vollständige Endplatzierung des Wettbewerbs lautete:
Platz | Nation | Platz | Nation |
1 | Monaco | 6 | Frankreich |
2 | Schweden | 7 | Italien |
3 | Belgien | 8 | Spanien |
4 | Deutschland | 9 | Zypern |
5 | Luxemburg | 10 | Griechenland |
Siegerehrung und gemeinsamer Galaabend
Im Anschluss an das Turnier fand die Siegerehrung statt. Der gemeinsame Galaabend am Hafen von Monte Carlo schloss das Veranstaltungsprogramm ab. Abseits der Courts konnten die Delegationen ihre Begegnungen fortsetzen und Kontakte über die Landesgrenzen hinweg vertiefen. Für die deutsche Mannschaft endete der Aufenthalt am nächsten Tag mit der Verabschiedung und der Rückreise.
Perspektiven für den deutschen Polizeisport
Der vierte Platz ist ein positives Ergebnis für die erste deutsche Teilnahme an diesem Wettbewerb. Zugleich bietet der Cup konkrete Erfahrungen für die weitere Arbeit im DPSK: Die bundesweite Resonanz auf den Sichtungslehrgang und der Vergleich mit anderen Nationalteams helfen, künftige Sichtungen und Vorbereitungsmaßnahmen auszurichten. Die in Monaco entstandenen internationalen Kontakte können für einen weiteren sportlichen und fachlichen Austausch genutzt werden. Jan Kischka und Ralf Sillus haben Deutschland bei der Premiere erfolgreich vertreten. Die Erfahrungen aus Sichtung, Vorbereitung und Turnier können nun genutzt werden, um weitere geeignete Spielerinnen und Spieler für diese Sparte des Polizeisports zu gewinnen.



