Mit Ablauf des Jahres 2020 wechselt der Vorsitz im Deutschen Polizeisportkuratorium von Hessen nach Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen einer kombinierten Präsenzveranstaltung und Videoschaltkonferenz übergab der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth das „Staffelholz“ an den designierten DPSK-Vorsitzenden LPD Andreas Wien aus Nordrhein-Westfalen, der das Amt für die nächsten zwei Jahre bekleiden wird.











In Anwesenheit des hessischen IdP Hans Knapp, dem scheidenden DPSK-Vorsitzenden AD Ralf Flohr und seinen Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle Hessen sowie den online aus Düsseldorf und Selm zugeschalteten nordrhein-westfälischen IdP Michael Schemke, LPD Andreas Wien und dem neuen Leiter der Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen EPHK Frank Schemmer, bedankte sich Minister Beuth bei Herrn Flohr und würdigte seine Verdienste in diesem Amt, die ein hessischer Sportbeauftragter zuletzt vor 65 Jahren innehatte. Diese Veranstaltung ist zugleich auch die letzte offizielle Veranstaltung des zuletzt als Abteilungsleiter Einsatz und Vertreter des Polizeipräsidenten im PP Osthessen wirkenden 61-jährigen Nordhessen, der sich im Januar 2021 nach über 45-jähriger Dienstzeit in den Ruhestand verabschieden wird.




In seiner Ansprache nahm der Minister die Gelegenheit wahr, sich bei Herrn IdP Schemke für die Unterstützung der Einsatzkräfte aus NRW bei den Einsatzmaßnahmen anlässlich der Rodungsarbeiten im hessischen Dannenröder Forst im Zusammenhang mit dem Weiterbau der BAB A 49 zu bedanken und hob in diesem Kontext auch die Bedeutung des Sports für die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit hervor, die für das Berufsbild der Polizei unabdingbar ist. Dem neuen DPSK-Vorsitzenden und seinem Team der Geschäfts-stelle Nordrhein-Westfalen wünschte Herr Sportminister Beuth einen guten Start und viel Erfolg.





Mit einer Urkunde, einem Bildgeschenk und einem Präsentkorb bedankten sich der Minister und der DPSK-Vorsitzende Ralf Flohr auch bei den Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle Hessen, Herrn EPHK Karl-Heinz Hofmann (Leiter), Herrn KHK Manfred Schäfer (Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz), Frau Verwaltungsangestellte Elena Menger (Haushalt und Finanzen), Frau POK´in Diana Liemen (Veranstaltungsmanagement und Beschaffung) und (in Abwesenheit) Herrn KHK Maik Dorsch (Veranstaltungsmanagement und Beschaffung), die alle dem PP Osthessen angehören, und wünschten den beiden erstgenannten einen sich jetzt anschließenden wohlverdienten und gesunden Ruhestand und den anderen Beschäftigten alles Gute und viel Erfolg für Ihren weiteren dienstlichen Werdegang. Zudem nahm Herr Minister Beuth die Gelegenheit wahr, allen Teilnehmer*innen, ihren jeweiligen Mitarbeiter*innen und Angehörigen noch eine besinnliche Adventszeit, gesegnete und friedvolle Weihnachten sowie einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr zu wünschen.





Mit etwas Wehmut ließ Ralf Flohr die vergangenen zwei Jahre Revue passieren und machte deutlich, dass die Corona-Pandemie auch den Polizeisport fest im Griff hatte. Zwar konnten im ersten Jahr seiner Amtszeit noch

  • sieben deutsche und drei europäische Polizeimeisterschaften mit deutscher Beteiligung

  • ein USPE-Meeting in Turin,

  • ein Führungskräfteseminar in Barsinghausen

  • ein Übungsleiter-Lehrgang in Wiesbaden

  • eine von allen Seiten gelobte, hervorragende Polizeisportlerehrung in Lübeck und

  • eine DPSK - Jahrestagung in Rostock

stattfinden.

Dazu kamen noch Veranstaltungen wie beispielsweise

  • DOSB – Neujahrsempfang in Frankfurt

  • Sterne des Sports mit dem Bundespräsidenten in Berlin,

  • der parlamentarische Abend des Sports in Berlin,

  • die DOSB-Mitgliederversammlung in Frankfurt,

  • Amtseinführung von Frau LPD´in Maren Freyher, Sportbeauftragte des Landes Schleswig- Holstein und Leiterin der PD Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei
  • 70 Jahre Bayerisches Polizeisportkuratorium und

  • 20 Jahre Bundespolizeisportschule Kienbaum.


Mit nur einer deutschen Polizeimeisterschaft (DPM Crosslauf im Februar in Perl) und keiner einzigen europäischen Polizeimeisterschaft fiel die Bilanz im zweiten Jahr so schlecht aus, wie noch nie zuvor in der Geschichte der beiden Organisationen. Auch Veranstaltungen wie die Polizeisportlerehrung in Erfurt, das Führungskräfteseminar in Barsinghausen, eine Sondertagung zum Thema „Dienstsport“ in Fulda und ein Übungsleiterlehrgang mussten abgesagt werden. Andere Veranstaltungen, wie die Jahrestagung der Sportbeauftragten und des Fachausschusses sowie die USPE – Konferenz konnten hingegen wenigstens als Videoschaltkonferenzen durchgeführt werden.

Gleichwohl zog der Abteilungsdirektor Flohr ein positives Fazit seiner Amtszeit und ver-wies dabei auch auf die Vielfalt des Sports, die ihn persönlich bereichernden Begegnungen und die vielfältigen Gespräche mit den unterschiedlichsten Sichtweisen und Meinungen, die dazu beigetragen haben, den eigenen „Horizont“ zu erweitern. Herr Flohr machte zudem deutlich, dass „darüber hinaus auch persönliche Beziehungen und Kontakte entstanden sind, die vermutlich noch weit über meine Amtszeit hinaus andauern und hoffentlich noch vertieft werden können.“ An den neuen Vorsitzenden, LPD Andreas Wien, gewandt, sagte er: „Dir, lieber Andreas, Deiner Geschäftsstelle und Deinen beiden Stellvertreter*in, LPD Thomas Dabel und LPD´in Maren Freyher, wünsche ich ebenfalls alles Gute, viel Erfolg und ich hoffe, dass in Deiner Amtszeit wieder vermehrt der Polizeisport und deutlich weniger das Virus im Fokus stehen wird.“ Zudem bedankte er sich bei Minister Beuth und IdP Knapp für die gewährte Unterstützung und die Durchführung dieser Veranstaltung.





Herr IdP Schemke reflektierte in seinem Grußwort auch die Bedeutung des Wettkampfsports als wichtigen Ausdruck der Leistungsorientierung der Polizei, mahnte erforderliche Rahmenbedingungen für die Erhaltung bzw. Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit im Polizei-beruf an und wies darauf hin, dass der sich in der Neufassung befindliche Leitfaden 290 (Sport in der Polizei) ein solcher Rahmen sein könnte. Er gratulierte dem designierten Vorsitzenden zu seinem neuen Amt sehr herzlich und sicherte ihm zugleich auch die Unterstützung seines Hauses zu. Abschließend bedankte sich der neue DPSK-Vorsitzende Andreas Wien, der im Hauptamt Leiter der Abteilung 1 des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheit in Selm ist, für die geleistete Arbeit seines Vorgängers und der Geschäftsstelle Hessen. Er bescheinigte, ein gut bestelltes „Feld“ übernommen zu haben, fühlt sich gut eingearbeitet und sieht sich mit seinem Team für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen gut gerüstet.




(Andreas Wien und Frank Schemmer)




(Elena Menger, Manfred Schäfer, Karl-Heinz Hofmann, Ralf Flohr, Diana Liemen, Innenminister Peter Beuth)