Historischen Tagung am 30.01.2019 in Königsbrunn / Bayern. Der USPE-Generalsekretär Andreas Röhner und der DPSK-Vorsitzende Ralf Flohr treffen sich mit der Vizepräsidentin des Europäischen Judo-Verbandes (EJU), Jane Bridge.








Bei dieser historischen Tagung am 30.01.2019 bei der V. Bereitschaftspolizeiabteilung (V. BPA) in Königsbrunn / Bayern, trafen sich der USPE-Generalsekretär Andreas Röhner und der DPSK-Vorsitzende Ralf Flohr, beide seit Januar 2019 neu in ihren Ämtern, mit der Vizepräsidentin des Europäischen Judo-Verbandes (EJU), Jane Bridge. Mit bei diesem kontinentalen Austausch „Polizei und Judo“ waren auch der DPSK-Geschäftsführer Karl-Heinz Hofmann und Stefanie Radenovic von der USPE-Geschäftsstelle sowie DPSK-Fachwart Judo, Johannes Daxbacher, der die Organisation übernahm.


Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments, war leider verhindert, ließ aber in einem Brief verlesen, dass er „Judo neben der rein körperlich-sportlichen Komponente vor allem im technischen Bereich als einen großen Gewinn für die Polizei, die immer mehr mit aggressiven Bürgern und steigender Gewalt konfrontiert ist“ sieht. Für Ferber zählen allerdings neben den Judotechniken auch die „Judo-Werte“ wie Respekt und Wertschätzung mit entscheidend dazu.


Diesen besonderen Anlass würdigend, lud der Erste Bürgermeister der Stadt Königsbrunn, Franz Feigl, die Delegation zum Eintrag in das Goldene Buch seiner Stadt ein und begrüßte dieses Engagement. Der Hausherr der V. BPA, PD Thomas Fichtner, hieß die Tagungsteilnehmer sehr gerne willkommen. „Sport und Judo ist wichtig für die Polizeibeamten“, so der Königsbrunner Gastgeber.


Der bayerische Spitzenjudoka Sebastian Seidl sprach über die Spitzensportförderung, die er selbst erlebte. Sein persönlicher Vortrag zur Ausbildung und den Rahmenbedingungen für die Koordination von Polizeiberuf und Spitzensport war sehr authentisch und wurde als enormer Gewinn erachtet



EPHK a.D. und Vizepräsident der Polizeisportverein Deutschlands, Norbert Schwalber, erläuterte die positiven Aspekte zwischen Polizeisportvereinen, der Polizei und der Gesellschaft. Am Beispiel der Judoabteilung des Polizeisportvereines Königsbrunn zeigte Schwalber u.a. auch den Werbecharakter „Polizei“ im Namen, des Vertrauens von Eltern und Mitglieder in die Institution Polizei aber auch, wenn Trainer und Übungsleiter selbst Polizeibeamte sind. Die hohe Wertschätzung des Polizeidienstes im Berufe-Ranking ist auch im Polizeisportverein zu spüren.


Jane Bridge, Judoweltmeisterin von 1980, freute sich über die Erfahrungen aus den allerersten „Mixed Team Meisterschaften für Polizei-Judo-Mannschaften“, die bei der DPM Judo 2018 erstmals durchgeführt wurden. Das DPSK ist hier Vorreiter und konnte die guten Erfahrungen aus erster Hand an die USPE weitergeben, die für die anstehenden Polizei-Europameisterschaften ebenfalls diesen spannenden Mannschaftskampf eingeführt hat.



DPSK-Fachwart Johannes Daxbacher fasste seine langjährigen und internationalen Erfahrungen zum Tagungsthema zusammen. „Wir als deutsche Polizeibeamte genießen weltweit eine sehr hohe Anerkennung. Judo ist nicht nur eine olympische Sportart, sondern auch ein gutes Mittel für eine elegantere Konfliktlösung für Polizeibeamte“. Dies wurde ihm schon vielfach von Polizeikollegen aus der ganzen Welt mitgeteilt.



Von allen Teilnehmern wurde die Tagung als sehr informativ und gewinnbringend empfunden. Demnächst wird der DPSK-Vorsitzende Ralf Flohr eine Vereinbarung mit dem Präsidenten des Deutschen Judo-Bundes unterzeichnen, die weitere Kooperationsmöglichkeiten „Polizei und Judo“ beinhalten wird.