Zum Abschluss der EPM Schießen demonstrierten unsere Schützinnen und Schützen abermals ihre Stärke in den unterschiedlichsten Disziplinen. Ähnlich erfolgreich wie in den beiden Tagen zuvor, konnte das Team noch einmal über zwei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille jubeln.





Den Auftakt am letzten Wettkampftag machten die Schützen mit der Zentralfeuerpistole. In den beiden Teildisziplinen "25m Center Fire Pistol Precision" und "25m Center Fire Pistol Rapid" wurden jeweils 30 Schuss absolviert. Die Ergebnisse der beiden Teildisziplinen bildeten zusammen das Endergebnis der Finalwertung. Christian Freckmann (TH) und Aaron Sauter (HE) lagen zur Halbzeit mit 284 bzw. 283 Ringen klar auf Medaillenkurs. Am Ende reichte es für Aaron mit 573 Ringen für den Silberrang und für Christian mit 571 Ringen für die Bronzemedaille. Polizeieuropameister wurde mit 574 Ringen Jindrich Skupa aus Tschechien.

Christian Freckmann


Aaron Sauter


v.l.: Aaron Sauter, Jindrich Skupa / CZE, Christian Freckmann


Die nächste Entscheidung fiel auf dem 50m-Stand in der Disziplin "50m Rifle 3 Positions Men". Im Vorkampf qualifizierten sich Max Braun (BW) auf Platz 1 und Andreas Geuther (BY) auf Platz 4 souverän für das Finale. Während Andreas mit dem Endergebnis von 422,1 Ringen auch im Finale den vierten Platz erreichte, errang Max mit insgesamt 442,0 Ringen die Silbermedaille. Max musste sich lediglich Mickael D'Halluin aus Frankreich geschlagen geben. Die Bronzemedaille ging an Alois Fink aus Österreich.

Max Braun


Andreas Geuther


v.l.: Max Braun, Mickael D'Halluin / FRA, Alois Fink / AUT


Direkt im Anschluss ging es bei den Damen weiter. Zur vorletzten Entscheidung der "EPM Shooting 2019" stand die Disziplin "50m Rifle 3 Positions Woman" auf dem Programm. Die Qualifikation beendeten Denise Palberg (NRW) auf Platz 1 und Sophie Petry (BW) auf Platz 3. Der Finaldurchgang war an Dramatik kaum zu überbieten. Von Anfang an zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Denise und Sina Oleane Busk aus Norwegen ab. Vor dem letzten Schuss lag Denise mit 0,3 Ringen Rückstand auf dem Silberrang. Dank ihrer Nervenstärke schoss sie nochmal eine solide 9,5 während die Norwegerin nur eine 7,1 zustande brachte. Denise sicherte sich damit ihren zweiten Titel bei dieser EPM. Aus deutscher Sicht komplettierte Sophie das tolle Ergebnis mit der Bronzemedaille, die mit einem komfortablen Vorsprung von 15 Ringen auf Platz 4 den dritten Rang belegte.

Denise Palberg


Sophie Petry


vl.: Sina Oleane Busk / NOR, Denise Palberg, Sophie Petry


Den letzten Höhepunkt der Wettkämpfe bildete der Wettbewerb "10m Air Pistol Mixed Team". Andrea Heckner (BY) und Mathias Putzmann (SN) gingen als Sieger und potentielle Medaillenanwärter aus der Qualifikation hervor. Im Finale lief es anfangs allerdings nicht so gut wie erwartet. Nach den ersten beiden Durchgängen lag das deutsche Mixed-Team hinter Frankreich und Österreich auf Platz 3. Im weiteren Verlauf holten Andrea und Mathias aber von Runde zu Runde auf, sodass sie vor dem letzten Durchgang nur noch 0,3 Ringe hinter den Franzosen lagen. Wie Denise Palberg zuvor bewiesen auch Andrea und Mathias ihre Nervenstärke und erkämpften sich am Ende mit 6,3 Ringen Vorsprung die Goldmedaille vor dem französichen Team. Die Bronzemedaille ging an Österreich.

vorne v.l.: Andrea Heckner und Mathias Putzmann, dahinter v.l.: Anita Mangold und Josefin Eder


Andrea Heckner und Mathias Putzmann


v.l.: Karl-Heinz Hofmann (Geschäftsführer DPSK-Geschäftsstelle),
Grandguillaume - Dumoulin / FRA, Heckner - Putzmann, Jammerbund - Wankmüller / AUT


Am Abend freuten sich alle Delegationen auf den krönenden Abschluss der Titelkämpfe. In einem wunderschön hergerichteten Saal mit außergewöhnlichem Ambiente fand die feierliche Abschlussveranstaltung der "EPM Shooting 2019" im Ringberghotel in Suhl statt. Nachdem verschiedene Ehrungen vorgenommen sowie die Abschlussreden von Polizeidirektor Andreas Röhner (Generalsekretär der USPE) und Abteilungsdirektor Ralf Flohr (Vorsitzender des DPSK) gehalten waren, erklärte Andreas Röhner die "17. Europäischen Polizeimeisterschaften im Schießen" für beendet.

Die deutsche Mannschaft wurde dabei im Rahmen der Ehrungen als beste Nation ausgezeichnet.

Best Nation Award


Bei sehr guter Stimmung, einem tollen Buffet und nationenübergreifender Begeisterung ließen die Delegationen der 19 teilnehmenden Länder sowie die organisatorisch Verantwortlichen der USPE und der Thüringer Polizei den Abend in tiefer Zufriedenheit und Freude über die perfekt organisierten Titelkämpfe ausklingen.

Präsentation der errungenen Medaillen


Deutsche Delegation
ganz links PD Edgar Dommermuth (Fachwart Schießen im DPSK), ganz rechts AD Ralf Flohr (Vorsitzender DPSK)


Ergebnisse


Text:
PD Edgar Dommermuth, Fachwart Schießen im DPSK
KHK Maik Dorsch, Mitarbeiter DPSK

Fotos:
Monique Meisel (momeisfotowelt)
Philipp Holze, Bayrisches Landeskriminalamt