Am 14. April 2018 fand im Izmailovo Sportpalast in Moskau das 12. internationale Judo-Turnier für Polizei, Armee und andere Sicherheitskräfte statt. Am Start waren 14 Mannschaften, unter anderem aus Österreich, Weißrussland, Spanien, Japan, Tschechien, Russland, Griechenland und Deutschland.


Die Teilnehmer für Deutschland waren Christof Strobel (Baden-Württemberg), Timo Prellwitz und Marcel Jamet (Bund), sowie Marc Julian Kühlkamp zusammen mit Coach Holk Silbersack (Nordrhein-Westfalen), die alle als aktive Polizeibeamte ihren Dienst in ihren Bundesländern und der Bundespolizei versehen. In den Gewichtsklassen 66kg, 73kg, 81kg, 90kg und +90kg wurden in spannenden Mannschaftskämpfen Sieger ermittelt.
Im ersten Kampf stand das deutsche Team der österreichischen Polizeimannschaft gegenüber. Mit ihren Siegen setzten Marc Kühlkamp, Timo Prellwitz und Marcel Jamet ein Zeichen und sorgten für einen furiosen Auftakt., im nächsten Kampf erwartete uns das Team aus Weißrussland. Dieser Gegner war mit zwei ehemaligen Olympiakämpfern stark aufgestellt. Trotz großem Kampfes gelang Marc Kühlkamp der einzige Sieg und der Mannschaftskampf ging verloren. Wie nervenstark die Deutschen waren, zeigte sich in den nächsten Kämpfen. Überzeugend landeten gegen Tschechien Marc Kühlkampf, Timo Prellwitz und Marcel Jamet Siege, so dass dieser Mannschaftskampf siegreich endet. Im anstehenden Kampf gegen Spanien wuchsen die deutschen Jungs über sich hinaus. Mit einem sehenswerten Konter besiegte Chirstof Strobel seinen Gegner, mit einem Innenschenkelwurf gewann Marc Kühlkamp, Timo Prellwitz punktete mit einem Hüftwurf und Marcel Jamet setzte mit einem perfekten Schulterwurf den Schlußpunkt in diesem für Deutschland siegreichen Kampf. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Turniers gelang einem deutschen Team der Einzug in den Finalblock. Als Gegner im Kampf um Platz drei stand uns das Team aus Japan gegenüber. An diesem Tag waren die Japaner sehr stark und am Ende des langen Wettkampfes stand der 5. Platz als Ergebnis zu Buche. Mit einer eindrucksvollen Leistung in diesem starken Teilnehmerfeld konnten alle Kämpfer und Trainer Holk Silbersack sehr zufrieden sein. Im Finale besiegte das russische Team des Ministeriums für innere Angelegenheiten das Team der weißrussischen Polizei.
Eingebettet in das Judoturnier war das Gedenken an die im Jahr 2017 Verstorbenen aller Strafverfolgungsbehörden in Russland. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Wettkämpfe wurde mit einer feierlichen Zeremonie an die Opfer erinnert. Die Ehrung der Hinterbliebenen führten hochrangige Vertreter der Politik und des Sports, wie der stellvertretende Minister für innere Angelegenheiten Igor Zubov, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Polizeiportkuratorium „Dynamo“ Vladimir Gazizov, der Präsident der Europäischen Polizeisport Union (USPE) Luc Smyers und der Präsident der Europäischen Judo Union Sergey Soloveychik durch. Die Veranstaltung gehört mittlerweile in vielen Ländern zu den wichtigsten Events im Bereich des Sports für Polizei, Militär und andere Sicherheitskräfte.


http://www.eju.net/the-russian-ministry-of-interior-team-reinstates-their-status-5782
https://www.youtube.com/watch?v=cunWfiigUl0


Foto privat

Foto Europäische Judounion (EJU)