In der europäischen Triathlon-Szene ist die niederländische Stadt bekannt. In Almere, 25 Kilometer östlich von Amsterdam gelegen, wird jedes Jahr im August die traditionelle Ironman-Distanz ausgetragen. Diese Veranstaltung ist das älteste Langdistanzrennen Europas. Hier traf sich vom 23. bis 27. Mai die Triathlon-Elite der Polizeien Europas um ihre Meister zu ermitteln. Mit dabei, ein 12-köpfiges Athletenteam des Deutschen Polizeisportkuratoriums.

Fachwart Sven Schulze aus Schleswig-Holstein hatte im April im heimischen Malente aus 24 Aktiven sechs Frauen und sechs Männer für die Titelkämpfe nominiert. Und alle haben ihre Nominierung mit tollen Leistungen bestätigt.

Der Wettergott meinte es am Wettkampftag fast zu gut, mit über 25 Grad Lufttemperatur, knapp 20 Grad im Wasser herrschten tolle Bedingungen…für die Betreuer und Zuschauer. Für die Aktiven war es zum Ende des Dreikampfes doch schon zu heiß, auch die leichte Brise vom IJsselmeer brachte nur wenig Abkühlung.

71 Männer und 49 Frauen aus insgesamt 18 Nationen waren am Start.
Von Beginn an drückte das deutsche Männerteam dem Rennen seinen Stempel auf. Alle sechs Aktiven verließen unter den TOP 15 nach zwei Runden und 1.500 m Schwimmen das Wasser, zwei davon in der vierköpfigen Spitzengruppe. Fabian Reuter aus Hessen ging zwar als erster auf die 40 km Radstrecke, konnte die Führung aber nicht halten. Er musste auf der Wendepunktstrecke am IJsselmeer zwei Österreicher vorbeiziehen lassen. Die weiteren deutschen Athleten verbesserten ihre Plätze und beendeten die zweite Disziplin unter den Top ten. Durch einen beherzten Lauf konnte Fabian Reuter am Ende als Europäischer Polizeivizemeister mit 1:53,05 Std. den Wettkampf beenden.
Die Plätze vier, fünf, sechs und sieben gingen an Michael Ager aus Bayern, Jens Frommhold aus Berlin, Christopher Werle aus Baden-Württemberg und Michael Haas vom Bund. Somit konnten die vier deutschen Triathleten vor Österreich und Frankreich die Mannschaftwertung in einer Gesamtzeit von 7:45,22 Std. gewinnen.

Bei den Frauen lieferte Stefanie Weiß aus Hessen einen klassischen Start-Ziel-Sieg ab. Ihren 10 Sekunden Vorsprung nach dem Schwimmen baute sie auf der Radstrecke auf ca. 5 Minuten aus. Auf den abschließenden Laufrunden gab sie die Führung auch nicht mehr ab. Nach 2:09,28 Std. bedeutete dies Platz 1 und der Titel Europäische Polizeimeisterin 2018. „Dies war mein bisher schwerstes Rennen“, so ihr Kommentar vor der Flowerzeremonie. Für Rike Westermann aus Nordrhein-Westfalen begann der Wettkampf erst nach dem Schwimmen. In den folgenden zwei Disziplinen arbeitete sie sich aus dem Mittelfeld auf den zweiten Platz vor. Sie wurde mit einer tollen Energieleistung zurecht Europäische Polizeivizemeisterin. Die weiteren Athletinnen komplettierten das tolle Mannschaftsergebnis. Auf Platz vier Henrike Güber vom Bund, Platz fünf für Alina Würth aus Baden-Württemberg, Platz zehn Sara Baumann aus Nordrhein-Westfalen und Platz 15 für Sina Leitzmann aus Bayern. Auch damit war der Mannschaftserfolg und der Titel Polizeieuropameister in der Mannschaftswertung sicher. Die drei in die Wertung gekommen Mädels gewannen in 6:37,04 Std. vor Österreich und den Damen aus der Schweiz.
Jochen Preising


Ergebnislisten:


Ergebnisse: Women
Ergebnisse: Team Women
Ergebnisse: Men
Ergebnisse: Team Men

Ergebnisliste gesamt (PDF)