Die Radsportler der Bundespolizeisportschule Kienbaum kehren mit 6 Medaillen und einem Deutschen Rekord von den European Championships 2018 zurück. Polizeimeister Stefan Bötticher meldete sich nach mehr als 2,5 Jahren Verletzungspause zurück und heimste einen kompletten Medaillensatz ein. Gleich am ersten Finaltag fuhr er mit seinem Bundespolizeikollegen Joachim Eilers und Anfahrer Timo Bichler zu Teamsprintbronze.

Der Polizeimeister zeigte mit der schnellsten Qualifikationszeit im Sprint, dass der Titel nur über den Weltmeister von 2013 gehen wird. Taktisch klug fuhr er ins Finale. Dort traf er auf den Niederländer Jeffrey Hoogland, der Bötticher in beiden Finalläufen keine Chance ließ. Nur einen Tag später zeigte der Bundespolizist sein ganzes fahrerisches Können. Im Keirinfinale überquerte er als Erster die Ziellinie und darf sich nun "Europameister" und erfolgreichster deutscher Bahnradsportler dieser Europameisterschaft nennen. "Die Medaille und das Trikot werden zu Hause einen Ehrenplatz erhalten", sagte der Chemnitzer im anschließenden Interview.

Sein Teamkollege Joachim Eilers fuhr über die 1.000 Meter zu Silber. In 1:00,361 Minuten musste sich der Polizeimeister nur dem Niederländer Matthijs Büchli geschlagen geben, Im Keirinfinale gewann der Chemnitzer den Lauf um die Plätze 7 bis 12.

In der Teamverfolgung fuhr das deutsche Quartett um Polizeihauptmeisterin Charlotte Becker gegen Polen um die Bronzemedaille. Mit ihrer Zeit von 4:23,105 Minuten sicherten sie sich mit mehr als sieben Sekunden Vorsprung Bronze und stellten einen neuen Deutschen Rekord auf. Im Punktefahren, welches nur einen Tag später stattfand, fuhr Charlotte Becker auf den 7. Platz.

Polizeiobermeisterin Lisa Küllmer belegte im Scratch den 11. Platz. Mit ihrer Partnerin Anna Knauer fuhr Küllmer im Madison ebenfalls auf Platz 11. Ein Sturz der Bundespolizistin verhinderte eine bessere Platzierung des Duos.

Bundespolizeiathleten gewinnen 5 Medaillen bei den Europameisterschaften in Berlin.
Kugelstoßer David Storl eröffnete mit seiner Bronzemedaille den Medaillenregen der Deutschen Leichtathleten, die insgesamt 19 Mal Edelmetall sammelten. Der Polizeiobermeister zeigte mit 21,41 Meter seinen besten Versuch gleich zu Beginn des Wettbewerbes. Die starken Polen Michal Haratyk und Konrad Buckowiecki konterten im zweiten Durchgang mit 21,72 Meter und 21,66 Meter. Deutschlands Vorzeigekugelstoßer konnte sich nicht mehr steigern und beendete den Wettkampf auf Platz 3.

Das 100 Meter Hürden Finale der Frauen sollte aus Sicht der Bundespolizei zum Highlight des dritten Wettkampftages werden. Mit Cindy Roleder befand sich die amtierende Europameisterin im Endlauf. Pünktlich zm Finale öffnete der Himmel seine Schleusen und ein starkes Gewitter zog auf. Die Polizeiobermeisterin ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und brachte den Lauf in 12,77 Sekunden ins Ziel. Für ihre neue Saisonbestleistung wurde Roleder mit Bronze hinter der Weißrussin Elvira Hermann und Pamela Dutkiewicz, der zweiten deutschen Starterin im Finale, belohnt. Die Freude war bei der Bundespolizistin, die im letzten Jahr mit Verletzungen zu kämpfen hatte, enorm groß: "Dies ist so etwas wie ein wahr gewordener Traum. Ich habe die ganze Zeit von einer Medaille geträumt."
Polizeimeisterin Franziska Hofmann schied in 13,23 Sekunden bereits im Vorlauf aus.
Hoch fokussiert stand Dreispringerin Kristin Gierisch am vierten Wettkampftag am Anlauf. Die Polizeimeisterin landete erst nach 14,45 Meter in der Grube und sprang damit weiter als je zuvor. Mit dieser Leistung musste sich Gierisch nur der Griechin Paras Papahristou, die 14,60 Meter sprang, geschlagen geben. Die Spanierin Ana Peleteiro, die in ihrem letzten Versuch bis auf einen Zentimeter an die Deutsche herankam sicherte sich Bronze.
Am vorletzten Wettkampftag hatten die Diskuswerferinnen ihren großen Auftritt. Mit Nadine Müller und Shanice Craft hatte die Bundespolizei gleich zwei heiße Eisen im Feuer. So war es die erfahrene Müller, die mit 63,00 Meter eine neue Saisonbestleistung aufstellte und lange an der Spitze des Feldes lag. Die große Favoritin Sandra Perkovic konnte erst im fünften Versuch mit 67,62 Meter an der Deutschen Vizemeisterin vorbeiziehen und ihren fünften EM-Titel in Folge perfekt machen. Polizeimeisterin Shanice Craft lag bis zum letzten Versuch auf dem undankbaren vierten Platz, konnte sich dann aber auf 62,46 Meter steigern und die dritte deutsche Starterin Claudine Vita noch vom Bronzerang verdrängen. So durften sich die beiden Bundespolizistinnen über Silber und Bronze freuen und begaben sich mit einer überdimensional großen Deutschlandfahne auf die Ehrenrunde. "Die 60.000 Zuschauer haben das Olympiastadion in einen Hexenkessel verwandelt, da sind wir gleich zwei Ehrenrunden gelaufen", berichtete Nadine Müller.
Trotz Magenkrämpfen kämpfte sich Geher Hagen Pohle als Achter ins Ziel. Der Polizeiobermeister absolvierte die 20 Kilometer in neuer Saisonbestlesitung von 1:21,35 Stunden und belohnte sich mit der bisher besten internationalen Platzierung seiner Karriere.
Von einer Erkältung geplagt konnte die frühere 3.000 Meter Hindernis Europameisterin Antje Möldner-Schmidt nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Die Polizeihauptmeisterin verpasste in 9:52,79 Minuten das Finale und belegte den 27. Platz.
Einen rabenschwarzen Tag erwischte der Olympiasieger im Diskuswurf der Männer. Christoph Harting schleuderte seine zwei Kilogramm schwere Scheibe dreimal ins Netz und schied im Vorkampf aus.

Turner verpassen Bronzemedaille knapp
Mit großen Medaillenambitionen gingen die deutschen Turner in den Mannschaftswettbewerb. Doch leider schlichen sich mehrere kleine Fehler ein, so dass die Bronzemedaille mit drei Punkten Vorsprung an das französische Team ging. Auch Bundespolizist Nick Klessing erwischte keinen guten Tag und setzte sich beim Sprung auf den Hosenboden. Weiterhin turnte der Polizeimeisteranwärter am Boden und an den Ringen. Im Einzel verpasste der Hallenser die Finals.

Ruderer Schröter mit Pech
Nicht nach Plan lief der Ruderwettbewerb für Paul Schröter. Der Polizeimeisteranwärter und sein Partner Laurits Follert lagen im Halbfinale aussichtsreich auf Rang 4 als sie zur Hälfte des Rennens eine große Welle des Motorbootes erwischten und ihren Rhythmus verloren. Platz 6 im Halbfinale bedeutete für das deutsche Boot nur den Einzug in das B-Finale. Dort griff das Riemen Duo erneut an und konnte hinter den Briten einen starken zweiten Platz belegen, so dass in der Endabrechnung Platz 8 zu Buche steht.

Shanice Craft und Nadine Müller
Stefan Bötticher