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Bundespolizei: Erste Spitzensportler in gehobenen Dienst aufgestiegen

Seit kurzem bietet die berufliche Karriereleiter für Spitzensportler in der Bundespolizei eine weitere wichtige Stufe: Acht Athleten sind heute zu Polizeikommissaren ernannt worden und haben damit erfolgreich den Laufbahnwechsel vom mittleren in den gehobenen Polizeivollzugsdienst vollzogen.



©Bundespolizei

Voller Stolz nahmen die Olympiasieger Marcus Groß (Kanu-Rennsport) und Christoph Harting (Diskuswurf) sowie sechs weitere Lehrgangskollegen ihre Ernennungsurkunden zu Polizeikommissaren entgegen. Gemeinsam absolvierten sie in den zurückliegenden sechs Monaten den ersten Lehrgang dieser Art. Da viele Spitzensportler den gehobenen Polizeivollzugsdienst anstreben, hat die Bundespolizei mit der im Sommer 2020 in Kraft getretenen Neuregelung des § 16a der Bundespolizeilaufbahnverordnung eine verkürzte Aufstiegsmöglichkeit explizit für Spitzensportler geschaffen.
Mit überdurchschnittlichen Ausbildungsleistungen hatten sich die Athleten für den verkürzten Praxisaufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst qualifiziert und diesen trotz pandemiebedingter Einschränkungen im Ausbildungsablauf erfolgreich abgeschlossen, was nicht zuletzt auf das hohe Engagement sowohl der Sportler selbst als auch der eingesetzten Fachlehrer zurückzuführen war.
Der überwiegend theoretische Teil des Lehrgangs fand in Kienbaum statt, wodurch sie umfassend trainieren und betreut werden konnten.

Zu Polizeikommissaren ernannt wurden:
• Charlotte Becker (Radsport)
• Ines Beischmidt (Judo)
• Kristin Gierisch
• Christoph Harting (beide Leichtathletik)
• Michael Goldbrunner (Schießen)
• Marcus Groß
• Carola Schmidt
• Kostja Stroinski (alle Kanu-Rennsport)


©Bundespolizei

Hintergrundinformation:
Seit 1999 werden in der Bundespolizeisportschule Kienbaum im Auftrag des Bundesministeriums des Innern hochtalentierte Nachwuchssportlerinnen und -sportler zu Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten des mittleren Polizeivollzugsdienstes ausgebildet und sportlich gefördert. Die Athletinnen und Athleten erhalten parallel zur professionellen Ausübung ihres Spitzensports eine dauerhaft gesicherte berufliche Perspektive über das sportliche Karriereende hinaus (duale Karriereplanung).
Derzeit werden bis zu 75 Sportlerinnen und Sportler in neun olympischen Sommer- und Ganzjahressportarten betreut: Judo, Kanu-Rennsport, Kanu-Slalom, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Bogenschießen, Schießen und Turnen.


©Bundespolizei


Text: Jochen Maron & Sven Drese

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