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Furiose Platzteilung im Skeleton, ein Bob-Dominator und vieles mehr - das Wintersport-Wochenende

Grotheer bestätigt in Innsbruck seinen guten Auftakt in den Olympia-Winter

Der Skeleton Weltmeister Christopher Grotheer von der Polizei Thüringen war nach seinem zweiten Weltcup-Sieg mehr als zufrieden und äußerte gegenüber Ran: "Es ist echt der Hammer, hier in Innsbruck auf einer Starterbahn gewonnen zu haben. Ich fühle mich momentan mental richtig gut und habe im zweiten Lauf den Schlitten in der Bahn richtig fliegen lassen. Es war ein geiler Lauf." (Quelle: Ran).

Bild: Christopher Grotheer (Polizei Thüringen)

Mit seiner Zeit von 1:46:04 Min. landete Grotheer nicht allein auf Platz 1. Gleich zwei weitere Athleten kamen mit der exakt selben Zeit ins Ziel und haben sich somit den Rang geteilt.

Text: DPSK

Bob-Weltcup in Innsbruck-Igls (Österreich)

Bob-Dominator Francesco Friedrich lässt weiter keine Zweifel an seiner Vormachtstellung im Olympia- Winter aufkommen. Wie schon in der Vorwoche, gewann der Doppel-Olympiasieger an gleicher Stelle in Innsbruck-Igls den Zweierbob-Weltcup vor dem deutschen Teamkollegen Johannes Lochner. Diesmal jedoch mit einem anderen Anschieber: Statt seinem Bundespolizei-Kollegen PMA Alexander Schüller durfte sein langjähriger Stammanschieber Thorsten Margis ran. Das Duo legte im zweiten Durchgang in 5,09 Sekunden Startbestzeit hin und verwies den Berchtesgadener Johannes Lochner mit Bremser Christian Rasp auf Platz zwei. Im Endklassement hatte der Polizeihauptmeister einen beruhigenden Vorsprung von 36/100 Sekunden.


Bild: Francesco Friedrich (Bundespolizei)

Viertes Rennen, vierter Sieg – so das Fazit nach dem zweiten Rennwochenende in Tirol auf der Olympia- Eisbahn von 1976. Der Rekordweltmeister Francesco Friedrich siegte nur 22 Stunden nach seinem Erfolg im Zweierbob in Innsbruck-Igls auch im Vierer und setzte somit seinen Triumphzug in der olympischen Saison fort.

„Franz“ raste mit einer beeindruckenden Leistungsdominanz am Patscherkofel zum zweiten Double der noch jungen Saison. „Alle unterschätzen diese Bahn hier, das hat man heute gesehen“, sagte der Bundespolizist, dem selber im ersten Durchgang ein Fahrfehler unterlaufen war. Doch im Finallauf behielt er die Nerven, bewies ein feines Lenkseilhandling und verwies bei leichtem Schneefall den Letten Oskars Kibermanis und den Kanadier Justin Kripps mit einem Vorsprung von 28/100 Sekunden auf die nächsten Plätze. Damit schraubte er seinen Weltcup-Bilanz auf 56 Siege hoch.

Christoph Hafer von der bayerischen Polizei zeigte im Weltcup in Igls, dass er das Bobfahren kann. Trotz einer durchschnittlichen Startzeit schaffte er mit seinem Anschieber im zweier Bob den 6ten Platz.

Bild: vorne Christoph Hafer (Polizei Bayern)

Im vierer Bob konnte er mit der Bahn keinen Frieden schließen, dieses Mal hatte sein Anschieber (Salzer Michael) Probleme beim Start und kam nicht in den Bob, was zur Disqualifikation führte. Mit im Bob saß Tobias Schneider (Polizei Bayern). Doch er hat noch Chancen auf Peking. Am 03.12.21 kann er in Altenberg beim nächsten WC seine Qualifikation schaffen.

Christan Rasp (Anschieber Team Lochner und bei der bayerischen Polizei) konnte wiederum seine Qualitäten als Anschieber beweisen und wurde im zweier Bob 2ter. Im vierer Bob reichte es nur zum 7ten Platz.

 

Skispringen-Weltcup in Ruka (Finnland)

Für den Bundespolizei Ski-Adler Markus Eisenbichler war die Reise nach Skandinavien von Erfolg gekrönt. Bei den zwei angesetzten Wettbewerben flog „Eisei“ beide Male auf das Podest. Schon an Wettkampftag eins landete der sechsmalige Weltmeister in Ruka auf dem starken dritten Platz.

Der Polizeiobermeister, der auf der Rukatunturi-Schanze im Vorjahr Erster und Zweiter geworden war, lag zur Halbzeit noch auf Rang fünf. Bei schwierigen Bedingungen im zweiten Durchgang machte der Oberbayer im verschneiten Finnland noch Boden gut und verbuchte mit 136,5 und 132 Metern sein bestes Saisonergebnis. Sieger wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi vor Anze Lanisek aus Slowenien.

Bild: Markus Eisenbichler (Bundespolizei)

Tag zwei: Karl Geiger schwenkte jubelnd die Faust und „Eisei“ brüllte seine Freude in die TV-Kamera. Karl Geiger als Zweiter und der Bundespolizist als Drittplatzierter bescherten dem deutschen Team erstmals in diesem Winter gleich zwei Podestränge. Nur der slowenische Sieger Anze Lanisek war besser.

„Eisei“ landete in der Kältekammer von Ruka mit Temperaturen um die minus 20 Grad Celsius nach 145 und 135,5 Metern wie schon am Vortag wieder auf dem Bronze-Rang. Nach seinem ersten Sprung hatte der emotionale Siegsdorfer seinen Zeigefinger nach oben gereckt und seinen weiten Satz mit einem lauten

`Yes´, kommentiert. Nach seinem zweiten Versuch ärgerte er sich zunächst, lächelte dann aber wieder, „ich bin sehr zufrieden, es geht Schritt für Schritt nach vorne, ich bin ganz happy über die beiden Podeste“.

Pius Paschke von der bayerischen Polizei belegte beim Weltcup im finnischen Ruka den 7ten Platz. Am zweiten Tag schaffte er es leider nicht in den zweiten Durchgang, da er schlechte Windverhältnisse hatte.

Rennrodel-Weltcup in Sotschi (Russland)

Was für ein verrücktes Rennrodel-Rennen auf der Olympiabahn in Russland: Auf hinteren Plätzen nach dem ersten Run rasten die beiden Polizeihauptmeister Johannes Ludwig und Felix Loch noch zum viel umjubelten Bundespolizei Doppel-Sieg.

Nach dem ersten Durchgang bei der zweiten Weltcup-Station im russischen Sotschi deutete am Sonntag auf den ersten Blick nichts auf ein deutsches Happy End hin. Keiner lag in den Top Ten, doch das war angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit nicht ungewöhnlich. Die Strecke wurde hinten raus immer langsamer - und so hatten die Top- Rennrodler trotz guter Läufe kaum eine Chance.

Bilder: Felix Loch und Johannes Ludwig (Bundsepolizei)

Fazit nach dem ersten Durchgang: Felix Loch Rang 15, Johannes Ludwig Rang 20.

Das änderte sich dann im Finallauf. Die Startreihenfolge begann in umgekehrter Richtung, bei den hinteren Plätzen. Und jetzt profitierten die Bad Endorfer Rennrodler vom frühen Start.

„Lüdi“ Ludwig zirkelte mit einem wahren Husarenritt seinen Hightech-Schlitten mit Bestzeit durch den Hochgeschwindigkeitskurs. Die Endzeit von 1:44,626 Minuten reichte zum Sieg, weil die Bahn wie schon im ersten Durchgang mehr und mehr nachgab. "Das sind immer diese verrückten Rennen, bei diesen warmen Außenbedingungen. Ich hatte im zweiten Lauf eine bessere Startnummer und die konnte ich sehr gut nutzen. Deswegen kam keiner mehr ran", freute sich der Polizeihauptmeister.

Der einzige, der ihm noch Paroli bieten konnte war BPOL-Teamkollege Felix Loch. Der Olympiasiegermachte es noch einmal richtig spannend und katapultierte sich im Endklassement mit einem Rückstand von 0,158 Sekunden auf den 2. Platz. Damit war der zweite Bundespolizei Doppelsieg „eingetütet“. Bereits vor Wochenfrist beim Saisonstart im Olympia-Eiskanal von Peking hatte das BPOL-Duo souverän gesiegt.

Bei den Doppelsitzern melde sich der „Tobi-Tobi Schlitten“ wieder mit einer starken Leistung zurück. Nach dem Quarantäne-Drama und einem Falsch-positiven Test beim Saisonauftakt vor wenigen Tagen in Peking fuhr PHM Tobias Arlt mit seinem Piloten Tobias Wendl auf das Podest.

Bild: Tobias Arlt von der Bundespolizei (hinten)

Schneller waren nur die lettischen Brüder Juris und Andris Sics, die sich im Finallauf noch an den russischen Lokalmatadoren Andrej Bogdanow/Jury Prochorow vorbeischoben.

Mit dem undankbaren vierten Platz musste sich POM Sascha Benecken mit Vordermann Toni Eggert begnügen. Das thüringische Duo, das sich in China noch den Sieg geschnappt hatte, fehlten dieses Mal mit lediglich 5/1000 Sekunden nur wenige Bahn-Zentimeter zum Podest.

Auch in der abschießenden Team-Staffel fuhren die Deutschen dann wieder auf das Podest. In der Besetzung Anna Berreiter, Johannes Ludwig und die Doppelsitzer Tobias Arlt / Tobias Wendl wurde das “GER-Team“ in 2:47,100 Minuten Zweite. Das Quartett musste sich nur den russischen Gastgebern mit Viktoria Demtschenko, Semen Pawlitschenko und dem Doppel Bogdanow/Prokhorow geschlagen geben.

 

Bilder: Viesturs

Text: Bundespolizei Sportschule Bad Endorf

 

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