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Olympia: Hannah Neise holt sich überraschend Gold im Skeleton

Die Eisbahn in Peking bleibt für die deutschen Sportlerinnen und Sportler der Polizei eine „Goldbahn“. Beim Skeleton-Rennen der Frauen holte sich Hannah Neise (Bundespolizei) überraschend den Sieg.

Die 21-Jährige hatte sich erst im letzten Weltcuprennen in St. Moritz überhaupt noch für die Winterspiele qualifiziert. Bisher konnte sie keinen Weltcupsieg erkämpfen und auch für Platz 2 und 3 hatte es in ihrer jungen Karriere noch nicht gereicht. Umso größer war der Jubel dann, als Neise in Peking zeigen konnte, was sie kann. Mit einem am Ende doch großen Vorsprung von vor der Australierin Jaclyn Narracott fuhr sie alle anderen davon und zu Gold.

Dabei sah es nach dem ersten Lauf für Neise nicht danach aus, als würde sie in die Medaillenränge kommen. Nur der achte Platz mit einem Rückstand von 0.330 Sekunden auf die führende Kanadierin Mirela Rahneva. Im zweiten Lauf konnte sie dann Zeit gut machen und damit auch einige Plätze, am Ende des ersten Wettkampftages lag Hannah Neise auf dem zweiten Platz mit 0.210 Sekunden Rückstand. Die Führung hatte zu diesem Zeitpunkt die Australierin Jaclyn Narracott übernommen.
Im dritten Lauf am Folgetag konnte sie das Blatt dann wenden und ging nach dem dritten Lauf mit Bahnrekord in Führung. Mit einem Vorsprung von 0.140 Sekunden ging es für Neise dann in den vierten entscheidenden Lauf. Die 21-Jährige blieb nervenstark und konnte mit einer souveränen Fahrt ihren Vorsprung zum Sieg nochmal deutlich ausbauen. 0.620 Sekunden schneller war die Bundespolizistin am Ende und sicherte sich damit ihr erstes Gold bei einem internationalen Wettkampf und dann direkt auch noch olympisches Gold.

Der Jubel im Ziel war groß, es ist die erste Goldmedaille einer deutschen Frau im Skeleton bei Olympischen Spielen. Gratulationen gab es auch von ihren Teamkolleginnen Jacqueline Lölling und Tina Hermann (beide ebenfalls Bundespolizei). Diese konnten in Peking leider nicht ihre eigentliche Topleistung abrufen. Lölling landete auf dem achten Platz. Hermann lag vor dem letzten Lauf sogar noch auf dem dritten Platz, rutschte dann aber noch hinter die Niederländerin Bos auf Platz 4.

 

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